Photonik für sichere Lufträume und effektive Drohnenabwehr
Zuverlässiger Schutz an Land und auf See durch Emitter-, Sender- und Detektortechnologien
Die zunehmende Entwicklung der Drohnenkriegsführung macht eine Neubewertung der Sicherheitsbedrohungen und die Einführung von Drohnenabwehrtechnologie in das Arsenal der Streitkräfte erforderlich. Im Hinblick darauf werden die weltweiten Verteidigungsinvestitionen grundlegend neu ausgerichtet. Drohnen stellen eine große Bedrohung dar, wobei ihr Einsatz weitaus kostengünstiger sein kann als herkömmliche Raketen oder Panzer. Daher erfordern die heutigen Luftabwehrsysteme eine Vielzahl hochpräziser Komponenten, die bei der Detektion, Zielverfolgung und Laseremission helfen, um die Bedrohungen schnell zu lokalisieren und zu neutralisieren.
Für Unternehmen, die sich mit der Entwicklung und Lieferung von Drohnenabwehrsystemen befassen, bedeutet dies, dass die Gesamtleistung der Plattformen in hohem Maße von der Qualität ihrer Schlüsselkomponenten abhängt. Hierfür sind spezialisierte Partner gesucht, die fundiertes technologisches Fachwissen mit einer leistungsfähigen modernen Fertigung verbinden.
LiDAR mit hoher Pulsrate für die Erkennung aus der Luft
Mit der zunehmenden Vielfalt an Drohnen und anderen unbemannten Luftfahrzeugen (UAVs) entstehen kontinuierlich neue Herausforderungen für die Sicherheit. Bedrohungen aus dem niedrigen Luftraum wie „Shaheed“-Drohnen und First-Person-View-Drohnen (FPV) müssen zuverlässig erkannt, verfolgt und neutralisiert werden. Herkömmliche Methoden zur Luftüberwachung wie Radar übersehen diese kleinen Ziele oft. Hingegen ermöglichen präzise photonische Komponenten wie gepulste Laserdioden (PLDs) und Avalanche Photodioden (APDs) neue Lösungen zur Drohnenabwehr.
Zielerfassung mit Hilfe von Impulslaserdioden (PLD)
Die Zielerfassung beginnt mit dem Einsatz einer gepulsten Laserdiode. Sie sendet Infrarotimpulse mit hoher Spitzenleistung im Nanosekundenbereich über dem Einsatzgebiet aus, manchmal bei 850 nm, meist jedoch bei Wellenlängen von 905 nm und 1550 nm. Bei diesen höheren Wellenlängen durchdringt die PLD auch Staub, Rauch und atmosphärische Verzerrungen. So können Impulse von Zielen reflektiert und mit Hilfe von Mess- und LiDAR-Systemen hinsichtlich Entfernungen und Umgebungsbedingungen erfasst werden.
Avalanche-Photodioden (APD) zur Erfassung von Signalen selbst unter rauen Bedingungen
Durch die Rückführung des reflektierten Laserstrahls in einen empfindlichen Detektor wie eine APD, kann das Verteidigungssystem selbst schwache Signale erfassen. Dies ist von großem Nutzen in kritischen Situationen, in denen z.B. Trümmerteile die Sicht behindern. Hochempfindliche APDs aus Silizium und InGaAs vervielfachen ein schwaches Signal durch einen internen Verstärkungsmechanismus, um eine exakte Laufzeitmessung (Time-of-Flight, ToF) zur Erfassung eines Echtzeit-3D-Lagebildes durchzuführen.
Die Verstärkung geringer Lichtsignale kann besonders nützlich sein, wenn mattschwarze Drohnen aus Kohlefaser detektiert werden müssen, die viel einfallendes Licht absorbieren. Durch die Nutzung der hohen Geschwindigkeit von APDs wird ein taktischer Vorteil bei der Zielerfassung erreicht: Da diese tausendmal schneller sind als herkömmliche Wärmebilddetektoren, ist eine unmittelbare Anpassung an sich ändernde Flugbahnen in Echtzeit realisierbar.
Die Kombination von Emittern und Detektoren erleichtert die rasche Erzeugung von 3D-Punktwolken, die dem Drohnenabwehrsystem einen klaren Überblick über die Umgebung verschaffen. Ähnlich wie bei vielen zivilen Lösungen, bei denen LiDAR-Systeme Fußgänger schützen oder Fahrzeuge von Hindernissen fernhalten, können militärische Systeme mit automatisierten Gegenmaßnahmen ausgestattet werden, wie kinetische Abfangwaffen oder laserbasierte Waffen. Da in jeder Sekunde Tausende von Datenpunkten aktualisiert werden, lassen sich der genaue Vektor, die Höhe und die Geschwindigkeit einer Bedrohung über die gesamte Annäherungsstrecke hinweg präzise verfolgen.


Laserabwehr gegen Drohnen


Die Erprobung von Hochenergie-Laserwaffen zur Abwehr von Drohnen markiert einen technologischen Wendepunkt für moderne Streitkräfte. Verteidigungszentren prüfen derzeit, wie sich diese Systeme unter realistischen Einsatzbedingungen bewähren. Im Mittelpunkt stehen dabei Wirksamkeit und Präzision, aber auch Integration, Skalierbarkeit und zukünftige Einsatzkonzepte.
Nach erfolgreichen Versuchen auf See werden nun auch landgestützte Szenarien zur Abwehr unbemannter Flugsysteme untersucht. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Laserwaffen Ziele mit hoher Präzision, minimaler Verzögerung und vergleichsweise geringen Kosten pro Schuss bekämpfen können. Dies eröffnet neue Möglichkeiten in Kombination mit konventionellen Wirkmitteln wie Raketen oder kanonenbasierten Systemen.
Wichtige Fragen bleiben jedoch offen: Wie zuverlässig funktionieren solche Systeme unter wechselnden Umgebungsbedingungen? Welche Reichweiten und Reaktionszeiten sind realistisch erreichbar? Und wie lässt sich die Wirkung auf verschiedene Zieltypen skalieren – von kleinen Drohnen bis hin zu schnelleren, komplexeren Bedrohungen? Diese und ähnliche Aspekte stehen im Mittelpunkt aktueller Evaluierungen bei Streitkräften weltweit.
Laseroptiken mit hohen Anforderungen
Ein oft unterschätzter, aber entscheidender Faktor sind die in Laserwaffen verwendeten optischen Komponenten. Hochenergetische Lasersysteme stellen extreme Anforderungen an die Optik: Beschichtungen müssen eine maximale Transmission gewährleisten und gleichzeitig sehr hohen Leistungsdichten standhalten. Die laserinduzierte Schadensschwelle (LiDT) wird somit zu einem zentralen Auslegungsparameter. Selbst kleinste Defekte oder Verunreinigungen können bei hoher Leistung zu Schäden führen und die Gesamteffizienz des Systems beeinträchtigen.
Darüber hinaus spielen Streuverluste, thermische Effekte sowie die Stabilität der Strahlformung und Strahlführung eine entscheidende Rolle: Präzise gefertigte und streng qualifizierte Optiken sind unerlässlich, um die erforderliche Strahlqualität über die gesamte Wirkungs-Kette hinweg aufrechtzuerhalten. Dies ist besonders relevant für mobile Anwendungen im Außeneinsatz, wo Vibrationen, Temperaturschwankungen und wechselnde atmosphärische Bedingungen die Komplexität der Anforderungen zusätzlich erhöhen.


Hohe regulatorische Standards gemeinsam meistern
Über die konkreten Leistungsparameter der Komponenten hinaus stellen Kunden aus der Verteidigungsindustrie besonders strenge Anforderungen an Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und eine lange Betriebsdauer bei minimalem Wartungsaufwand. Dazu gehören klar definierte Qualitätsstandards, Rückverfolgbarkeit in der Fertigung sowie solide Garantien hinsichtlich Stabilität und Wiederholbarkeit. Im Beschaffungskontext sind Lebenszykluskosten und Lieferfähigkeit von entscheidender Bedeutung. Hier sind zuverlässige Lieferketten und Partner ebenso wichtig wie die technischen Spezifikationen selbst.
Dies unterstreicht die Bedeutung eines starken Netzwerks zwischen Industrie und Forschung. Zulieferer mit einem breiten und hochwertigen Portfolio in den Bereichen Photonik und Lasertechnik sind prädestiniert, um die Systemhersteller dabei zu unterstützen, die strengen Anforderungen von Drohnenabwehranwendungen zu erfüllen. Insbesondere bei der Umwandlung von Demonstrationsmodellen in einsatzfähige Systeme werden qualifizierte Partner wie LASER COMPONENTS innerhalb der Zulieferkette zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor.
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